Bekleidungshersteller in Bangladesch für Schweizer Marken
Die Schweiz hat von allen Märkten, die wir behandeln, die einfachste Zollgeschichte, und das aus einem ungewöhnlichen Grund: Sie hat Bangladesch keine Präferenz gewährt, sondern den Zoll ganz abgeschafft. Damit entfällt der Papierkram, der jede andere Marktseite auf dieser Website prägt, und es bleiben andere Dinge, die man richtig machen muss. CMB Sourcing Ltd. ist ein Einkaufsbüro (Buying House) in Narayanganj, Dhaka: Geprüfte Partnerfabriken fertigen Ihren Auftrag, wir steuern Musterung, Qualitätskontrollen und Versand.
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Kurz gesagt
Die Schweiz hat am 1. Januar 2024 die Zölle auf Industriegüter aufgehoben, Textilien und Bekleidung eingeschlossen, und zwar für jedes Ursprungsland. Der Schweizer Zoll auf Ihre Kleider beträgt deshalb null und bleibt null, unabhängig davon, ob Bangladesch aus der Gruppe der am wenigsten entwickelten Länder (LDC) aufsteigt. Was bleibt, sind 8,1 % Mehrwertsteuer auf der Einfuhr und der Umstand, dass die Schweiz getrennt von der EU verzollt.
Deutsche Fassung unseres englischen Leitfadens, mit denselben Zahlen, Daten und Quellen. Bei Abweichungen gilt die englische Fassung. Mit Unterstützung von KI aus dem Englischen übersetzt und Abschnitt für Abschnitt mit dem Original abgeglichen.
Der Zoll wurde abgeschafft, nicht erlassen
Am 1. Januar 2024 hat die Schweiz die Zölle auf Industriegüter aufgehoben. Nach Angaben des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) umfasst die Aufhebung die Kapitel 25 bis 97 des Zolltarifs, mit einigen Ausnahmen in den Kapiteln 35 und 38, die als Agrarprodukte gelten. Textilien und Bekleidung stehen in den Kapiteln 50 bis 63, also mitten in diesem Bereich.
Die Seite des BAZG hält zudem fest, dass für Waren, die in der Schweiz verbleiben, kein Ursprungsnachweis nötig ist: Der Nullsatz hängt nicht davon ab, wo die Ware hergestellt wurde. Es handelt sich nicht um eine Präferenz für Entwicklungsländer. Es gibt also keine Liste begünstigter Länder, von der man fallen könnte, keinen Ursprungsnachweis, der für den Zoll einzureichen wäre, und nichts, was sich ändert, wenn Bangladesch im November 2026 aus der Gruppe der am wenigsten entwickelten Länder (Least Developed Countries) aufsteigt. Für eine Marke, die mehrere Jahre vorausplant, ist die Schweiz der einzige Markt auf dieser Website, bei dem der Zoll schlicht kein Risiko ist.
Der Ursprung zählt weiterhin, wenn die Ware weiterreist
Eine Feinheit lohnt sich zu verstehen, denn sie trifft Marken, die die Schweiz als europäische Basis nutzen. Der Schweizer Zoll unterscheidet zwischen Waren, die in der Schweiz verbleiben, und Waren, die später in Freihandelspartnerländer ausgeführt werden: Für die ersten ist kein Ursprungsnachweis nötig, für die zweiten schon.
Beliefert Ihr Lager in der Schweiz auch Kunden in der EU, gehören die Ursprungsunterlagen aus Bangladesch deshalb trotzdem in die Akte, denn für die EU-Seite dieser Warenbewegung gelten eigene Regeln und eine eigene Zollsituation. Verlangen Sie die Ursprungsunterlagen von uns ohnehin mit jeder Sendung; sie aufzubewahren kostet nichts, und nachträglich lassen sie sich nicht mehr erstellen.
Mehrwertsteuer von 8,1 %
Was die Schweiz bei der Einfuhr erhebt, ist die Mehrwertsteuer. Der Normalsatz stieg am 1. Januar 2024 auf 8,1 % und gilt für eingeführte Waren nach denselben Grundsätzen wie für inländische; das BAZG erhebt die Steuer an der Grenze als Einfuhrsteuer. Am 29. November 2026 wird abgestimmt, ob der Normalsatz zur Teilfinanzierung der 13. AHV-Rente frühestens ab Anfang 2028 auf 8,5 % steigt.
Zollfrei heisst deshalb nicht steuerfrei, und eine Einstandskostenrechnung ohne die 8,1 % liegt ungefähr um die Marge daneben, um die die meisten Marken ringen. Sind Sie in der Schweiz für die MWST registriert, ziehen Sie die Steuer auf dem üblichen Weg als Vorsteuer ab; Ihr Treuhandbüro sollte die Behandlung für Ihre Art des Verkaufs bestätigen.
Die Schweiz ist nicht die EU, und das kostet eine Verzollung
Der Schweizer Zoll ist von der Zollunion der EU getrennt. Verkaufen Sie in der Schweiz und in der EU, bedeutet das zwei Verzollungen, zwei Sätze Einfuhrformalitäten und zwei Regelwerke, auch wenn die Länder Grenzen und oft auch eine Sprache teilen.
In der Praxis erreicht die meiste Ware aus Bangladesch für die Schweiz einen Seehafen in Nordeuropa oder am Mittelmeer und fährt per Strasse oder Bahn weiter, oder sie wird für dringende Lieferungen nach Zürich geflogen. Lassen Sie sich von Ihrem Spediteur die ganze Strecke offerieren und nicht nur bis zum Hafen, denn bei einem Ziel ohne Meerzugang machen die Strecke über Land und die Schweizer Verzollung einen erheblichen Teil der Kosten aus.
Etikettierung in der Praxis
Weil die Schweiz ausserhalb der EU liegt, gilt das Textilkennzeichnungsrecht der EU dort nicht automatisch. In der Praxis verwenden die meisten Marken, die in der Schweiz und in der EU verkaufen, dieselbe Etikette nach den EU-Regeln, mit der Faserzusammensetzung in den zugelassenen Bezeichnungen und für den Schweizer Markt meist auf Deutsch, Französisch und Italienisch.
Wir zeigen Ihnen lieber die richtige Frage, als eine Regel zu behaupten, die wir nicht geprüft haben: Fragen Sie Ihren Schweizer Detailhändler oder Importeur, welche Angaben er auf der Etikette verlangt, und sagen Sie es uns bei der Musterung. Wir setzen die Etikette nach dieser Vorgabe um, und Sie prüfen sie am Pre-Production-Muster, bevor Sie sie freigeben. Wird Ihr Sortiment auch in der EU verkauft, empfehlen wir den EU-Standard als Grundlage, denn er ist der strengere der beiden Ausgangspunkte.
Eine Textilgebühr kommt, per Branchenvereinbarung
Die Schweiz ist nicht an die EU-Richtlinie gebunden, aber die Schweizer Branche baut ihre eigene Lösung. Fabric Loop, eine Branchenlösung zur Finanzierung und Organisation einer textilen Kreislaufwirtschaft, vereint den Verband Swiss Textiles und Marken wie Mammut, Odlo, Calida, PKZ, Workfashion, Switcher und Radys. Sie funktioniert über einen vorgezogenen Recyclingbeitrag auf Produkte, die auf dem Schweizer Markt in Verkehr gebracht werden, und dieser Beitrag wird voraussichtlich 2027 obligatorisch, sobald der Bund die Branchenlösung genehmigt hat.
Für eine Marke, die in der Schweiz verkauft, ist die Vorbereitung dieselbe wie bei den EU-Systemen: Kennen Sie Faserzusammensetzung und Gewicht jedes Modells, denn daraus wird eine Gebühr pro Produkt berechnet. UN Comtrade verzeichnet für 2025 Schweizer Einfuhren aus Bangladesch von 1,16 Mrd. US-Dollar, davon 585 Mio. US-Dollar Bekleidung aus Maschenware und 508 Mio. US-Dollar gewebte Bekleidung: ein grosser Markt für ein Land mit neun Millionen Einwohnern, der die Schweizer Detailhandelsgruppen und Marken widerspiegelt, die zentral einkaufen.
Von der Schweiz aus mit uns arbeiten
Bangladesch ist der Schweiz im Sommer vier und im Winter fünf Stunden voraus. Die Ware geht per Schiff ab Chattogram nach Genua, Rotterdam oder Hamburg und weiter per Bahn oder Strasse, oder sie wird nach Zürich geflogen. Wir offerieren FOB Chattogram oder DDP bis an Ihr Lager, in US-Dollar, mit Ursprungsunterlagen bei jeder Sendung, auch wenn der Schweizer Zoll null beträgt, denn Ware, die in die EU weitergeht, braucht sie.
- Fabrik vor Produktionsbeginn benannt, mit Adresse, Auditbericht und Accord-Status
- Etikette mit der Faserzusammensetzung auf Deutsch, Französisch und Italienisch nach Vorgabe Ihres Detailhändlers, freigegeben am Pre-Production-Muster
- Faserzusammensetzung und Gewicht des Kleidungsstücks je Modell, schriftlich anzufordern für die Fabric-Loop-Gebühr
- Qualitätskontrollen am Band und der Bericht der AQL-Endkontrolle, dann Rechnung, Packliste, Transportdokument und Ursprungserklärung
Aus der Partnerfabrik.
Echte Fotos und ein echtes Video, keine KI-Bilder: die Partnerfabrik in Narayanganj, in der wir Aufträge fertigen lassen und kontrollieren.


Fragen, die Einkäufer in der Schweiz stellen
Zahle ich Zoll auf Kleider aus Bangladesch bei der Einfuhr in die Schweiz?
Nein, und ungewöhnlicherweise nicht wegen einer Handelspräferenz. Die Schweiz hat die Zölle auf Industriegüter am 1. Januar 2024 aufgehoben. Nach Angaben des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit umfasst die Aufhebung die Kapitel 25 bis 97 des Zolltarifs, also auch Textilien und Bekleidung in den Kapiteln 50 bis 63, und für Waren, die in der Schweiz verbleiben, ist kein Ursprungsnachweis nötig. Weil es keine Präferenz ist, gibt es auch keinen Begünstigtenstatus, den man verlieren könnte: Der Aufstieg Bangladeschs aus der Gruppe der am wenigsten entwickelten Länder im November 2026 hat keine Auswirkung auf den Schweizer Zoll, und das macht die Schweiz zum berechenbarsten Markt auf dieser Website für die langfristige Preisplanung. Zwei Dinge gelten weiterhin. Die Einfuhrsteuer wird zum Normalsatz der Mehrwertsteuer von 8,1 % an der Grenze erhoben. Und Sie melden die Ware weiterhin korrekt an, mit richtigen Tarifnummern und Gewichten: Der Zoll ist weg, die Zollformalitäten sind es nicht.
Brauche ich Ursprungsnachweise, wenn der Zoll null beträgt?
Für den Schweizer Zoll nicht: Der Nullsatz gilt unabhängig vom Ursprung, es gibt also keine Präferenz zu beanspruchen. Verlangen Sie die Unterlagen aber trotzdem, aus zwei Gründen. Erstens unterscheidet der Schweizer Zoll zwischen Waren, die in der Schweiz verbleiben, und Waren, die später in Freihandelspartnerländer ausgeführt werden, und für den zweiten Fall ist ein Ursprungsnachweis nötig. Beliefert Ihr Schweizer Lager Kunden in der EU oder führen Sie überhaupt Ware wieder aus, brauchen Sie ihn. Zweitens lassen sich Ursprungsunterlagen nachträglich nicht mehr erstellen, und sie zum Zeitpunkt der Sendung abzulegen kostet nichts. Allgemeiner wollen Ihre Abnehmer und Ihre eigene Compliance-Berichterstattung zunehmend wissen, wo und von wem die Ware hergestellt wurde, und das ist eine andere Frage als die, welchen Zoll Sie bezahlt haben. Wir liefern die Ursprungsunterlagen standardmässig mit jeder Sendung, dazu den Namen und die Adresse der Fabrik schriftlich vor Produktionsbeginn.
Kommt in der Schweiz eine Herstellergebühr für Textilien?
Ja, nach dem aktuellen Plan ab 2027, und zwar per Branchenvereinbarung statt über eine EU-Richtlinie. Die Schweiz ist nicht an die überarbeitete Abfallrahmenrichtlinie der EU gebunden, aber die Schweizer Branche hat Fabric Loop aufgebaut, eine Branchenlösung zur Finanzierung und Organisation einer textilen Kreislaufwirtschaft, mit dem Verband Swiss Textiles und Marken wie Mammut, Odlo, Calida, PKZ, Workfashion, Switcher und Radys als Beteiligten. Finanziert wird sie über einen vorgezogenen Recyclingbeitrag auf Produkte, die auf dem Schweizer Markt in Verkehr gebracht werden; er wird voraussichtlich 2027 obligatorisch, sobald der Bund die Branchenlösung genehmigt. Für eine Marke ist die praktische Folge dieselbe wie bei den EU-Systemen: Die Gebühr wird nach dem berechnet, was Sie in Verkehr bringen, also sind Faserzusammensetzung und Gewicht jedes Modells die Zahlen, die Sie brauchen. Verlangen Sie beide schriftlich mit jeder Bestellung.
Warum importiert die Schweiz so viele Kleider aus Bangladesch, und hilft mir das?
UN Comtrade verzeichnet für 2025 Schweizer Einfuhren aus Bangladesch von 1,16 Mrd. US-Dollar, davon 585 Mio. US-Dollar Bekleidung aus Maschenware und 508 Mio. US-Dollar gewebte Bekleidung, und das für ein Land mit rund neun Millionen Einwohnern. Der Grund: Mehrere Schweizer Detailhandelsgruppen und Marken kaufen für ihre ganzen Sortimente zentral in Bangladesch ein, und seit dem 1. Januar 2024 gelangen Industriegüter jeder Herkunft zollfrei in die Schweiz, sodass bei der Wahl des Beschaffungslandes Preis, Qualität und Zuverlässigkeit entscheiden und nicht der Zoll. Es hilft Ihnen auf zwei Arten. Fabriken in Bangladesch produzieren bereits nach den Spezifikationen und Etikettierungsgewohnheiten Schweizer Detailhändler, ein Schweizer Briefing auf Deutsch, Französisch und Italienisch ist ihnen also vertraut. Und die Zollsituation ist die einfachste aller Märkte: null, nicht als Präferenz, die beim Aufstieg Bangladeschs, geplant für November 2026, auslaufen könnte, sondern als Tarif selbst. Ihre Einstandskosten sind Ware, Fracht, Versicherung, Verzollung und 8,1 % Einfuhrsteuer, die ein registriertes Unternehmen als Vorsteuer zurückholt.