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Bekleidungs­hersteller in Bangladesch für deutsche Marken

Ja, Sie können Kleidung aus Bangladesch zollfrei nach Deutschland einführen: Grundlage ist die EU-Regelung „Alles außer Waffen“ (Everything But Arms, EBA), wenn für die Sendung eine gültige Erklärung zum Ursprung vorliegt. Ohne sie fallen auf die meisten von uns geprüften TARIC-Codes für Bekleidung 12 % Zoll an. Die Einfuhrumsatzsteuer von 19 % wird in jedem Fall auf den Zollwert zuzüglich Zoll erhoben; ein umsatzsteuerlich registrierter Importeur zieht sie als Vorsteuer ab. CMB Sourcing Ltd. ist ein Einkaufsbüro (Buying House) in Narayanganj, Dhaka: Geprüfte Partnerfabriken fertigen Ihren Auftrag, wir steuern Musterung, Qualitätskontrollen und Versand.

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Das Anfrageformular, die übrigen Seiten und unsere Antwort sind auf Englisch.

Kurz gesagt

In Bangladesch gefertigte Kleidung wird mit 0 % Zoll nach Deutschland eingeführt: Grundlage ist die EU-Regelung „Alles außer Waffen“ (Everything But Arms, EBA), Voraussetzung eine gültige Erklärung zum Ursprung. Ohne die Präferenz fallen auf die meisten von uns geprüften TARIC-Codes für Bekleidung 12 % an. Die Einfuhrumsatzsteuer von 19 % wird auf den Zollwert zuzüglich Zoll erhoben und ist für umsatzsteuerlich registrierte Importeure als Vorsteuer abziehbar. Deutschland ist der größte Abnehmer Bangladeschs in der EU: 4,38 Mrd. US-Dollar im Fiskaljahr 2025/26, 11,50 % weniger als im Vorjahr. 2025 stammten 22,5 % der deutschen Bekleidungseinfuhren aus Nicht-EU-Ländern aus Bangladesch, mehr lieferte nur China.

Deutsche Fassung unseres englischen Leitfadens, mit denselben Zahlen, Daten und Quellen. Bei Abweichungen gilt die englische Fassung. Mit Unterstützung von KI aus dem Englischen übersetzt und Abschnitt für Abschnitt mit dem Original abgeglichen.

Einfuhrzoll und 19 % Einfuhrumsatzsteuer auf Kleidung aus Bangladesch

Deutschland wendet das Zollrecht der EU an. Ein in Bangladesch gefertigtes Kleidungsstück wird deshalb unter „Alles außer Waffen“ mit 0 % Zoll eingeführt, wenn die Erklärung zum Ursprung des Ausführers gültig ist. TARIC, die Zolltarifdatenbank der EU, zeigte bei unserer Abfrage am 23. September 2026 für Bangladesch 0 % und einen Drittlandszollsatz von 12 % für einen gestrickten Herren-Hoodie aus Baumwolle (6110 20 91 00) und für ein Baumwoll-T-Shirt (6109 10 00 10). Wie die Erklärung zum Ursprung funktioniert und was sich nach 2029 ändern könnte, steht in unserem Leitfaden für EU-Marken.

Der Zoll wird auf den Zollwert erhoben. Dieser setzt sich nach den EU-Regeln aus dem gezahlten Preis sowie Fracht und Versicherung bis zum ersten EU-Hafen zusammen, den die Ware erreicht, zum Beispiel Hamburg oder Bremerhaven. Wie dieser Wert ermittelt wird und welchen monatlichen Umrechnungskurs der Zoll für eine Rechnung in US-Dollar ansetzt, steht in unserem Leitfaden für EU-Marken. Was Deutschland selbst festlegt, ist die Einfuhrumsatzsteuer, die darauf aufsetzt.

Die Einfuhrumsatzsteuer wird zum Regelsatz von 19 % erhoben, der auch für Kleidung gilt. Bemessungsgrundlage sind der Zollwert, der Zoll und die Beförderungskosten von der EU-Grenze bis zum ersten Bestimmungsort in der EU. Ein umsatzsteuerlich registrierter Importeur zieht sie als Vorsteuer ab, sobald sie entstanden ist. Mit einem Aufschubkonto wird sie am 26. des zweiten Monats nach dem Einfuhrmonat fällig; der Vorsteuerabzug kann also vor der Zahlung liegen. Klären Sie die Abwicklung mit Ihrem Zollagenten und Ihrer Steuerberatung.

Einstandskosten eines Hoodies aus Bangladesch in Deutschland je Stück: 0 % oder 12 % Zoll

Nehmen wir einen gestrickten Herren-Hoodie aus Baumwolle, TARIC-Code 6110 20 91 00. Die Zahlen sind ein Rechenbeispiel, kein Angebot und nicht unser Preis: ein Warenwert von 10,00 US-Dollar, umgerechnet 8,72 € zum Referenzkurs der Europäischen Zentralbank vom 22. September 2026 (1,1463 US-Dollar je Euro), und angenommene 0,40 € je Stück für Seefracht und Versicherung bis Hamburg. Der Zoll rechnet mit seinem eigenen Monatskurs, die Eurobeträge einer echten Zollanmeldung weichen deshalb leicht ab.

Bei 1.000 Stück spart eine gültige Erklärung zum Ursprung 1.094,40 € Zoll. Verlöre Bangladesch die Präferenz nach 2029 ersatzlos, würde derselbe Auftrag am Hafen 1.094,40 € mehr kosten, wenn der Importeur seine Einfuhrumsatzsteuer abzieht, und 1.302,34 € mehr, wenn er das nicht kann, etwa als Unternehmen ohne umsatzsteuerliche Registrierung in Deutschland.

Diese Beträge enden an der Kaikante in Hamburg. Die Gebühr Ihres Zollagenten, die Terminalkosten und der Lkw zu Ihrem Lager kommen hinzu, und die Beförderung vom Hafen bis zum ersten Bestimmungsort in der EU zählt ebenfalls zur Bemessungsgrundlage der Einfuhrumsatzsteuer. Unser Einstandskostenrechner addiert Fracht, Versicherung, Zoll und Abfertigung zu Ihrem eigenen Stückpreis, ohne Einfuhrumsatzsteuer; lassen Sie die endgültigen Zahlen von Ihrem Zollagenten bestätigen.

Rechenbeispiel, kein Angebot und nicht unser Preis. Zollsätze aus TARIC für 6110 20 91 00 bei Einfuhr aus Bangladesch, abgefragt am 23. September 2026; Wechselkurs nach den Euro-Referenzkursen der EZB vom 22. September 2026; die Fracht ist eine Annahme. Die Einfuhrumsatzsteuer ist vor einem Vorsteuerabzug angegeben. Die Zeilen je Stück sind auf den Cent gerundet, eine Summe kann deshalb um einen Cent von der Addition der Zeilen darüber abweichen; die Zeile für 1.000 Stück ist mit einem Zollwert von 9.120 € gerechnet, ohne jedes Stück zu runden.
Je StückMit gültiger Erklärung zum Ursprung (Alles außer Waffen, 0 % Zoll)Rückfall nach 2029 ohne neue Präferenz (12 % Zoll)
Warenwert (Beispiel: 10,00 US-Dollar bei 1,1463 US-Dollar je Euro)8,72 €8,72 €
Seefracht und Versicherung bis Hamburg (Annahme)0,40 €0,40 €
Zollwert9,12 €9,12 €
Einfuhrzoll0,00 €1,09 €
Einfuhrumsatzsteuer, 19 % auf Zollwert plus Zoll1,73 €1,94 €
Kosten im deutschen Hafen10,85 €12,16 €
Kosten im deutschen Hafen für 1.000 Stück10.852,80 €12.155,14 €

Kleidung von Bangladesch nach Hamburg oder Bremerhaven verschiffen

Hamburg und Bremerhaven sind die beiden umschlagstärksten deutschen Seehäfen: Destatis zählte 2025 in Hamburg 99,8 Millionen Tonnen Güterumschlag und in Bremerhaven 46,9 Millionen Tonnen. Die Transitzeiten auf See ab Chattogram und was vor und nach der Seereise zusätzliche Tage kostet, stehen auf unserer Seite zum Versand von Kleidung aus Bangladesch.

Ware für Deutschland kann auch in Rotterdam oder Antwerpen anlanden und per Lkw, Bahn oder Binnenschiff weiterlaufen. Zwei Dinge ändern sich dann. Die Fracht, die in den Zollwert eingeht, endet am ersten EU-Hafen, den die Ware erreicht. Und wird die Ware in den Niederlanden oder Belgien verzollt, erfasst die EU-Handelsstatistik sie als Einfuhr dieses Landes und anschließend als Lieferung nach Deutschland. Destatis nennt das den Rotterdam-Effekt; er ist der Grund, warum es die Einfuhrzahlen weiter unten in zwei Fassungen gibt. Legen Sie Hafen und Ort der Verzollung mit Ihrem Spediteur fest, bevor Sie das erste Mal buchen.

Bangladeschs Anteil an den deutschen Bekleidungseinfuhren: Zahlen von Eurostat und Destatis

Die Comext-Datenbank von Eurostat, die Deutschlands Einfuhren von außerhalb der EU nach Ursprungsland erfasst, weist für 2025 Bekleidung (HS-Kapitel 61 und 62) im Wert von 20,46 Mrd. € aus. China lieferte 29,7 %, Bangladesch 22,5 %, die Türkei 12,0 %, Pakistan 4,8 %, Indien 4,7 % und Vietnam 4,7 %. Die Einfuhren aus Bangladesch stiegen gegenüber 2024 um 1,9 %, die aus der Türkei sanken um 17,1 %.

Bei Basics liegt Bangladesch vorn: 51,3 % der deutschen Einfuhren von Baumwoll-T-Shirts aus Nicht-EU-Ländern, 32,5 % der Pullover und Sweatshirts aus Baumwolle und 33,5 % der Herrenhosen und -shorts aus Baumwolle, der Position, zu der auch Jeans gehören. Die noch nicht endgültigen Zahlen für Januar bis Juni 2026 zeigen die deutschen Bekleidungseinfuhren von außerhalb der EU 17,0 % unter dem Vorjahr und die aus Bangladesch 26,6 % darunter, gemessen in Euro. Das ist ein stärkerer Rückgang als die 11,50 % in US-Dollar, die das Export Promotion Bureau für Bangladeschs Bekleidungsexporte nach Deutschland im Fiskaljahr 2025/26 meldet; Zeiträume und Währungen sind verschieden.

Destatis, das Statistische Bundesamt, erfasst Einfuhren nach Ursprungsland, auch wenn die Ware über ein anderes EU-Land nach Deutschland kommt; seine nationalen Zahlen rechnen Bangladesch deshalb mehr zu. Die jüngste Veröffentlichung zu Bekleidung, für Januar bis September 2023, nannte für Bangladesch 5,6 Mrd. € oder 20,3 % aller deutschen Bekleidungseinfuhren, nach 12,1 % im Jahr 2013; China lag bei 21,2 %, die Türkei bei 11,8 %. Die Eurostat-Daten für dieselben Monate ergeben für Bangladesch 3,7 Mrd. € oder 11,3 % aller deutschen Bekleidungseinfuhren, EU-Länder eingeschlossen.

Eurostat Comext, Datensatz DS-045409: Deutschlands Einfuhren von außerhalb der EU nach Ursprungsland, Kalenderjahr 2025, abgerufen am 23. September 2026; Eurostat betrachtet Monatsdaten spätestens ab Oktober des Folgejahres als endgültig. Die Anteile beziehen sich auf die Nicht-EU-Summe der jeweiligen Warengruppe.
LieferlandBekleidung gesamt, HS 61 und 62 (Mrd. €)Anteil an der Bekleidung gesamtBaumwoll-T-Shirts (6109 10)Pullover und Sweatshirts aus Baumwolle (6110 20)Herrenhosen und -shorts aus Baumwolle (6203 42)
China6,0729,7 %4,5 %16,9 %5,2 %
Bangladesch4,6022,5 %51,3 %32,5 %33,5 %
Türkei2,4612,0 %15,7 %21,1 %11,1 %
Pakistan0,984,8 %5,4 %6,1 %18,9 %
Indien0,964,7 %11,2 %6,0 %1,3 %
Vietnam0,954,7 %1,2 %2,0 %2,0 %
Alle Lieferländer außerhalb der EU20,46100 %100 % von 1,54 Mrd. €100 % von 1,15 Mrd. €100 % von 1,59 Mrd. €

LkSG: Sorgfaltspflichten in der Lieferkette für große deutsche Abnehmer

Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) gilt für Unternehmen, die ihre Hauptverwaltung, ihren Sitz oder eine Zweigniederlassung in Deutschland haben und dort mindestens 1.000 Arbeitnehmer beschäftigen. Sie müssen menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken in ihren Lieferketten analysieren, Präventions- und Abhilfemaßnahmen ergreifen, ein Beschwerdeverfahren einrichten und all das dokumentieren. Kleinere Marken fallen nicht direkt unter das Gesetz, ihre Kunden aber oft schon, und so wandern die Fragen die Kette hinunter.

Das Gesetz wird gelockert, die Änderung ist aber noch nicht in Kraft. Das Bundeskabinett hat am 3. September 2025 einen Gesetzentwurf beschlossen, der die jährliche Berichtspflicht rückwirkend streicht und neun der 13 Bußgeldtatbestände entfallen lässt. Der Bundestag hat ihn am 16. Januar 2026 in erster Lesung beraten, und seine Seite zum Entwurf zeigte am 23. September 2026 weiterhin nur diese Lesung. Die geltende Fassung des Gesetzes enthält die Berichtspflicht nach wie vor in § 10. Das BAFA als zuständige Behörde prüft die Unternehmensberichte nicht mehr und ahndet nach eigenen Angaben nur noch schwerwiegende Verstöße. Die Sorgfaltspflichten selbst gelten unverändert, und die EU-Richtlinie über die Sorgfaltspflichten von Unternehmen im Hinblick auf Nachhaltigkeit (CSDDD) soll das Gesetz ablösen. In einem am 2. Juli 2026 veröffentlichten Papier hat der Koalitionsausschuss vereinbart, diese Richtlinie eins zu eins umzusetzen und den Anwendungsbereich im Herbst 2026 gesetzlich auf Unternehmen mit mindestens 5.000 Beschäftigten und mehr als 1,5 Mrd. € weltweitem Jahresnettoumsatz zu beschränken; bis ein solches Gesetz beschlossen ist, gilt die Schwelle von 1.000 Arbeitnehmern in § 1, so auch noch am 17. Oktober 2026.

In der Praxis fragt der Lieferantenfragebogen eines deutschen Kunden, wer die Ware gefertigt hat, wo, unter welchem Audit und was geschah, als ein Audit einen Mangel feststellte. Wir nennen Ihnen die Fabrik vor Produktionsbeginn schriftlich, mit Adresse, Zertifikaten und Auditberichten. Diese Unterlagen sollten bereitliegen:

  • Name, Adresse und Auditbericht der Fabrik, die Ihre Ware fertigt
  • Eine schriftliche Zusage, dass der Auftrag nicht ohne Ihre Zustimmung an Subunternehmer weitergegeben wird
  • Berichte über Korrekturmaßnahmen, wo ein Audit Mängel festgestellt hat
  • Ursprungsnachweise für Faser und Garn bei Baumwollaufträgen

Verpackung: LUCID-Registrierung nach dem VerpackDG seit 12. August 2026

Am 12. August 2026 haben die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) und das deutsche Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz (VerpackDG), das der Bundestag am 11. Juni 2026 beschlossen hat, das bisherige Verpackungsgesetz abgelöst. Für systembeteiligungspflichtige Verpackungen bleiben die drei Grundpflichten: die Registrierung im Verpackungsregister LUCID, die Systembeteiligung (ein Vertrag mit einem dualen System, das Sammlung und Recycling bezahlt) und die Meldung der Mengen.

Geändert hat sich, wer sie trägt. Bei Kleidung, die unter Ihrer eigenen Marke gefertigt wird, sind Sie nach der EU-Verordnung Erzeuger der Verpackung, und wenn Sie das erste Unternehmen sind, das die Ware in Deutschland bereitstellt, auch der Hersteller, der sich registriert, zahlt und meldet. Die Pflicht lässt sich nicht auf die Fabrik oder einen Lohnverpacker übertragen, und Ihre Markennamen gehören in die LUCID-Registrierung. Die Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR), die LUCID betreibt, erklärt, dass es keine Übergangsfrist gibt und dass Unternehmen, die sich nicht umstellen, ein Vertriebsverbot droht.

Verkaufen Sie von außerhalb Deutschlands direkt an deutsche Kunden, zum Beispiel über Ihren eigenen Onlineshop, müssen Sie seit dem 12. August 2026 einen Bevollmächtigten in Deutschland benennen; die Registrierung in LUCID bleibt Ihre eigene Aufgabe. Die Ausnahme für Kleinstunternehmen verlagert die Pflicht nur dann auf den Lieferanten, wenn dieser im selben EU-Land sitzt. Für Ware, die in Bangladesch bestellt wird, greift sie also nicht.

Ihr duales System braucht Gewicht und Material jedes Verpackungsbestandteils, und das VerpackDG regelt, dass die Beteiligungsentgelte besser recycelbare Verpackungen begünstigen. Die Polybeutel, Hangtags und Kartons, die bei der Musterung gewählt werden, legen deshalb Kosten fest, die Sie in Deutschland tragen.

Textil-EPR in Deutschland: das geplante Textilgesetz

Deutschland hat sein Gesetz zur Herstellerverantwortung für Textilien noch nicht verabschiedet. Am 27. März 2026 hat das Bundesumweltministerium Eckpunkte für ein Textilgesetz veröffentlicht, das Bekleidung, Bekleidungszubehör, Heimtextilien und Schuhe erfasst; um die EU-Frist einzuhalten, muss das Gesetz bis zum 17. Juni 2027 in Kraft sein. Bei unserer Prüfung am 17. Oktober 2026 haben wir keinen veröffentlichten Gesetzentwurf gefunden, Entgelte und Einzelheiten der Registrierung sind also noch nicht bekannt.

Nach den Eckpunkten ist Hersteller, wer die Textilien als Erster auf dem deutschen Markt anbietet, ob Produzent, Importeur oder Händler. Er registriert sich vor dem Verkauf bei der zuständigen Behörde, schließt sich einer Organisation für Herstellerverantwortung an und bezahlt Sammlung, Sortierung und Recycling; in den Worten des Ministers: Je mehr Textilien ein Hersteller verkauft und je geringer ihre Qualität ist, desto mehr zahlt er. Ein Hersteller ohne Sitz in Deutschland benennt einen Bevollmächtigten, und Online-Marktplätze und Fulfilment-Dienstleister müssen prüfen, ob der Hersteller registriert ist.

Textilkennzeichnung auf Deutsch: das Textilkennzeichnungsgesetz

Das Textilkennzeichnungsgesetz verlangt, dass die Faserzusammensetzung jedes in Deutschland verkauften Textilerzeugnisses auf Deutsch angegeben wird, mit den Faserbezeichnungen der EU. Weitere Sprachen dürfen hinzukommen. Dieselbe Regel gilt für Erzeugnisse, die online zum Verkauf angeboten werden; die deutschen Faserbezeichnungen gehören also auf Ihre Produktseiten ebenso wie auf das eingenähte Etikett.

Hersteller und Einführer müssen die Unterlagen hinter der Faserangabe, etwa den Prüfbericht des Stoffes, zwei Kalenderjahre lang aufbewahren, gerechnet ab dem Ende des Jahres, in dem das letzte Stück in Verkehr gebracht wurde. Ein fehlendes oder falsches Etikett kann mit bis zu 10.000 € Bußgeld geahndet werden. Das Gesetz regelt nur die Faserzusammensetzung; Pflegesymbole und Größen folgen dem Handbuch Ihres Händlers, die Angaben zum Importeur den EU-Regeln auf unserer EU-Seite. Das deutsche Faseretikett wird am Pre-Production-Muster freigegeben, und der Serienstoff wird vor dem Zuschnitt gegen das freigegebene Stoffmuster geprüft.

Von Deutschland aus mit uns in Bangladesch produzieren lassen

Bangladesch ist Deutschland im Sommer vier und im Winter fünf Stunden voraus. Deutschland ist der größte EU-Abnehmer von Kleidung aus Bangladesch, mit 4,38 Mrd. US-Dollar im Fiskaljahr 2025/26. Fabriken in Bangladesch fertigen deshalb längst nach den Spezifikationen und Prüfhandbüchern deutscher Händler, und das deutschsprachige Faseretikett, EU-Größen und die Angaben zum Importeur sind am Pre-Production-Muster Routine.

Unsere eigenen Aufträge beginnen bei 500 Stück je Modell und Farbe; das ist auch die Mindestmenge für T-Shirts und Hoodies. Denim, Jacken, Webhemden, Arbeitskleidung und Uniformen beginnen bei 2.000 Stück, Unterwäsche bei 5.000 Stück und Socken bei 5.000 Paar; für jede andere Kategorie steht die genaue Mindestmenge in Ihrem Angebot. Senden Sie uns Ihr Tech Pack oder Ihr Briefing mit den Mengen je Modell und Farbe, und wir antworten innerhalb eines Werktags. Wir liefern FOB, CIF oder DDP ab dem Seehafen Chattogram oder dem Flughafen Dhaka; das Angebot nennt die Lieferbedingung und die Mindestmenge Ihrer Kategorie schriftlich.

  • Fabrik vor Produktionsbeginn benannt, mit Adresse, Auditbericht und Accord-Status
  • REX-Erklärung zum Ursprung auf der Handelsrechnung für die zollfreie Einfuhr
  • Deutsches Faseretikett und Angaben zum Importeur am Pre-Production-Muster freigegeben
  • LUCID-Registrierung vor der ersten Lieferung: Sie ist Ihre Aufgabe, nicht die der Fabrik
  • Qualitätskontrollen am Band und der Bericht der AQL-Endkontrolle, den Ihr Compliance-Team ablegen kann

Aus der Partnerfabrik.

Echte Fotos und ein echtes Video, keine KI-Bilder: die Partnerfabrik in Narayanganj, in der wir Aufträge fertigen lassen und kontrollieren.

Finish-Abteilung einer Bekleidungsfabrik in Narayanganj: Mitarbeiterinnen prüfen und falten Kleidungsstücke an einem langen Tisch, dahinter Bügeltische
Foto: Collective Studio Ltd., unsere Partnerfabrik in Narayanganj
Nählinie einer Bekleidungsfabrik in Narayanganj: Näherinnen und Näher an ihren Maschinen, ein Vorarbeiter prüft die Arbeit
Foto: Collective Studio Ltd., unsere Partnerfabrik in Narayanganj
Gefilmt von einem Kunden von Collective Studio Ltd. bei einem Besuch der Fertigung in Narayanganj (auf Englisch). Homaira Jashim, unsere Mitgründerin, hat Collective Studio mitgegründet.

Fragen, die Einkäufer in Deutschland stellen

Gilt das deutsche Lieferkettengesetz für meine Marke?

Direkt nur, wenn Ihr Unternehmen seine Hauptverwaltung, seinen Sitz oder eine Zweigniederlassung in Deutschland hat und dort mindestens 1.000 Arbeitnehmer beschäftigt. Große deutsche Kunden geben die Fragen des Gesetzes aber ohnehin an ihre Lieferanten weiter. Das Gesetz wird gelockert, die Änderung ist jedoch noch nicht in Kraft. Das Bundeskabinett hat am 3. September 2025 einen Gesetzentwurf beschlossen, der die jährliche Berichtspflicht streichen und Bußgelder auf schwerwiegende Verstöße beschränken würde; der Bundestag hat ihn am 16. Januar 2026 in erster Lesung beraten; bei unserer Prüfung am 23. September 2026 war das Verfahren nicht weiter fortgeschritten, und die geltende Fassung des Gesetzes enthielt die Berichtspflicht am 17. Oktober 2026 weiterhin in § 10. In einem am 2. Juli 2026 veröffentlichten Papier hat der Koalitionsausschuss zudem vereinbart, den Anwendungsbereich im Herbst 2026 gesetzlich auf Unternehmen mit mindestens 5.000 Beschäftigten und mehr als 1,5 Mrd. € weltweitem Jahresnettoumsatz zu beschränken; bis dieses Gesetz beschlossen ist, gilt die Schwelle von 1.000 Arbeitnehmern. Die Sorgfaltspflichten gelten unverändert: Risikoanalyse, Prävention und Abhilfe, ein Beschwerdeverfahren und die Dokumentation. Der Fragebogen eines Kunden fragt weiterhin, welche Fabrik die Ware gefertigt hat, wo, unter welchem Audit und was geschah, als ein Audit einen Mangel feststellte. Wir nennen Ihnen die Fabrik vor Produktionsbeginn schriftlich, mit Adresse, Zertifikaten und Auditberichten.

Fällt auf Kleidung aus Bangladesch in Deutschland Einfuhrzoll an?

Nein, wenn für die Sendung eine gültige Erklärung zum Ursprung vorliegt: In Bangladesch gefertigte Kleidung wird unter der EU-Regelung „Alles außer Waffen“ mit 0 % Zoll nach Deutschland eingeführt. Ohne diese Präferenz fallen auf die meisten von uns geprüften TARIC-Codes für Bekleidung 12 % an: TARIC, die Zolltarifdatenbank der EU, zeigte am 23. September 2026 für einen gestrickten Herren-Hoodie aus Baumwolle (6110 20 91 00) und ein Baumwoll-T-Shirt (6109 10 00 10) 0 % für Bangladesch und 12 % für andere Länder. Der Zoll wird auf den Zollwert berechnet, also den Preis zuzüglich Fracht und Versicherung bis zum ersten EU-Hafen. Bei unserem Beispiel-Hoodie mit einem Zollwert von 9,12 € wären 12 % ein Aufschlag von 1,09 € je Stück oder 1.094,40 € auf 1.000 Stück. Die Einfuhrumsatzsteuer von 19 % fällt in beiden Fällen an und ist für umsatzsteuerlich registrierte Importeure abziehbar. Bangladesch soll am 24. November 2026 aus der Gruppe der am wenigsten entwickelten Länder aufsteigen, und die EU gewährt „Alles außer Waffen“ noch drei Jahre nach dem Aufstieg.

Was muss vor meiner ersten Lieferung nach Deutschland erledigt sein?

Ihre Verpackungsregistrierung, ein Einführer in der EU und deutsche Etiketten, dazu unsere REX-Erklärung zum Ursprung. Verpackung: Ist Ihr Unternehmen das erste, das die verpackte Ware in Deutschland bereitstellt, registrieren Sie sich im Verpackungsregister LUCID, beteiligen sich an einem dualen System und melden die Mengen. Seit dem 12. August 2026 gelten Sie nach der EU-Verpackungsverordnung bei Kleidung unter Ihrer eigenen Marke als Erzeuger der Verpackung; das lässt sich also nicht auf die Fabrik übertragen. Einführer: ein Importeur in der EU mit EORI-Nummer, also Sie selbst oder Ihr Logistikpartner. Etiketten: Faserzusammensetzung auf Deutsch mit den EU-Faserbezeichnungen, EU-Größen, Pflegesymbole und die Angaben zum Importeur, die die Verordnung über die allgemeine Produktsicherheit verlangt, freigegeben am Pre-Production-Muster. Von uns: die REX-Erklärung zum Ursprung auf der Handelsrechnung, für die zollfreie Einfuhr unter „Alles außer Waffen“. Die Entgelte der dualen Systeme hängen von Material und Gewicht ab; fragen Sie deshalb je Modell nach dem Gewicht jedes Bestandteils.

Wie viel Einfuhrumsatzsteuer zahle ich in Deutschland auf Kleidung aus Bangladesch, und bekomme ich sie zurück?

Sie zahlen 19 %, den Regelsatz, der auch für Kleidung gilt. Bemessungsgrundlage sind der Zollwert (der Warenpreis zuzüglich Fracht und Versicherung bis zum ersten EU-Hafen), ein etwaiger Zoll und die Weiterbeförderung bis zum ersten Bestimmungsort in der EU. Mit gültiger Erklärung zum Ursprung beträgt der Zoll 0 %, bei einem Beispiel-Zollwert von 9,12 € je Hoodie sind das 1,73 € Einfuhrumsatzsteuer. Ein in Deutschland umsatzsteuerlich registriertes Unternehmen zieht die Einfuhrumsatzsteuer als Vorsteuer ab, sobald sie entstanden ist; für die meisten Marken ist sie deshalb eine Frage der Liquidität und kein endgültiger Kostenfaktor. Mit einem Aufschubkonto wird sie am 26. des zweiten Monats nach dem Einfuhrmonat fällig, der Abzug kann also vor der Zahlung liegen. Sind Sie in Deutschland nicht umsatzsteuerlich registriert oder tritt bei einem DDP-Verkauf (geliefert verzollt) ein anderes Unternehmen als Importeur auf, können Sie sie möglicherweise nicht abziehen. Klären Sie die Abwicklung mit Ihrer Steuerberatung.

Ich verkaufe online von außerhalb Deutschlands. Was brauche ich, bevor ich Kleidung an deutsche Kunden verkaufe?

Drei Dinge: einen Bevollmächtigten in Deutschland für die Verpackung, einen Zollvertreter in der EU und deutsche Faseretiketten am Kleidungsstück und im Angebot. Seit dem 12. August 2026 muss ein Unternehmen ohne Niederlassung in Deutschland, das verpackte Ware direkt an deutsche Verbraucher verkauft, einen Bevollmächtigten benennen; die Registrierung im Verpackungsregister LUCID bleibt seine eigene Aufgabe. Beim Zoll muss der Anmelder in der Regel in der EU ansässig sein; ein Unternehmen außerhalb verzollt deshalb über einen Zollvertreter, wie unsere EU-Seite erklärt. Die Faserzusammensetzung muss am Kleidungsstück und in Ihrem Online-Angebot auf Deutsch stehen. Das geplante Textilgesetz, das bis zum 17. Juni 2027 in Kraft sein muss, würde von Herstellern ohne Sitz in Deutschland ebenfalls einen Bevollmächtigten verlangen, und Online-Marktplätze müssten prüfen, ob die Hersteller registriert sind. Das deutsche Faseretikett kommt schon bei der Musterung in die Druckvorlage, bei der Ankunft muss also nichts umetikettiert werden.

Wie wichtig ist Bangladesch als Bekleidungslieferant für Deutschland?

Es ist Deutschlands zweitgrößter Bekleidungslieferant nach China und der größte bei Basics. Nach den Comext-Daten von Eurostat führte Deutschland 2025 Bekleidung im Wert von 20,46 Mrd. € von außerhalb der EU ein; davon kamen 4,60 Mrd. € oder 22,5 % aus Bangladesch, gegenüber 29,7 % aus China und 12,0 % aus der Türkei. Bangladesch lieferte 51,3 % dieser Einfuhren von Baumwoll-T-Shirts und 33,5 % der Herrenhosen und -shorts aus Baumwolle, Jeans eingeschlossen. Destatis, das auch Ware aus Bangladesch zählt, die über ein anderes EU-Land nach Deutschland kommt, nannte für Januar bis September 2023 einen Anteil von 20,3 % an allen deutschen Bekleidungseinfuhren. Aus Sicht Bangladeschs ist Deutschland der größte Abnehmer in der EU: 4,38 Mrd. US-Dollar im Fiskaljahr 2025/26, 11,50 % weniger als im Vorjahr, nach Zahlen des Export Promotion Bureau. Der Trend 2026 zeigt nach unten: Vorläufige Eurostat-Zahlen weisen die Einfuhren aus Bangladesch im ersten Halbjahr 26,6 % unter dem Vorjahr aus, gemessen in Euro.

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